wie alles begann

Meine erste Begegnung mit einem Labrador: kaum hatte ihr Herrchen den Raum verlassen, enterte die damals acht  Monate alte Hündin meinen Schoß und mein Herz im Sturm! Von da an war ich mit dem Labradorvirus infiziert. Zwei Jahre später schloss sich unser Lebenskreis und …

 

Caro wurde mein Herzenshund. Wir haben viel gemeinsam erlebt: manchmal waren wir „Exoten“. Anfang der 1990er Jahre: Jägerin und ein Labrador als Jagdhund! Auf verschiedensten Treibjagden stellten wir unser Können unter Beweis. Am Morgen auf dem Treiberwagen noch misstrauisch beäugt, nicht zuletzt wegen ihrer  Steadiness, hieß es bereits im ersten Treiben „pass´ auf den Labrador auf“ … die Vorsteher waren bereits als Fernaufklärer am Horizont verschwunden …  aber Caro jagte unter der Flinte.

Schnell schlossen sich uns die erfahrenen Schützen an. Spätestens beim Mittagessen gehörten wir dazu! … und selbstverständlich begleitete mich Caro, oft als einziger Hund, zu Schüsseltreiben. Bestens versorgt mit Dry-Cape und Ved-Bed.  Wir waren wirklich

der Zeit voraus! 

Auch in allen anderen Lebenssituationen leistete Caro ganze Arbeit:

Durch ihre Liebeswürdigkeit  verloren die Ängstlichen unter unseren Freunden ihre Bedenken und deren Kinder konnten positive Erfahrungen im Umgang mit einem Hund  sammeln.

Manche Entscheidung für einen Labrador geht auf Caro zurück und nicht zuletzt sogar die Gründungen verschiedener Kennels.

Noch heute bin ich mit einigen früheren Besitzern ihrer Nachkommen in Kontakt.    

Als gern gesehener Gasthund hörte wir öfter die Frage: wann macht ihr mal wieder eine Flugreise? Kann der Hund zu uns …? Wie schön und beruhigend zu wissen, dass man unbesorgt seinen Hund in Obhut vertrauter Menschen geben kann! Aber auch auf unseren gemeinsamen Reisen gab´s keinerlei Probleme, egal ob Camping, Bergtouren,  Segeln oder Hotelaufenthalte: Caro …  unerschrocken und unerschütterlich!

 

In den 2000ern kam Randi dazu. Zwei  Hunde, mit einem Altersunterschied von zwölf Jahren, keine ideale Kombination!

Durch Caro´s Leichtführigkeit verwöhnt, stellte uns Randi vor große Herausforderungen. Ihren Spitznamen „Rabbi-Labbi“ und „Randi Randale“ waren Programm. Nichts was sie unversucht ließ, keine Auseinandersetzung, der sie aus dem Weg ging. So war es für uns schnell keine Frage mehr: mit diesem Hund züchten wir nicht!

Sie hat meinen Exmann beachtliche fünfzehn Jahre  begleitet und oft auf Trapp gehalten. 

 

Für mich begannen zehn Jahre ohne Hund. Frei nach Loriot: " machbar. aber nicht wünschenwert."